Ihr Mehrfamilienhaus verkaufen. Erträge nachvollziehbar machen.
Bei einem Mehrfamilienhaus müssen Mieten, Kosten und Gebäude zusammenpassen. Stellen Sie den tatsächlichen Stand nachvollziehbar dar. So können Kaufinteressenten ihre Prüfung auf belastbare Angaben stützen.
- Ist-Mieten statt bloßer Potenziale
- Kosten und Investitionen getrennt
- Käufermodell vorher vereinbaren
Büro in Essen-Holsterhausen · Termine an Ihrer Immobilie in Bottrop

Kapitel auf dieser Seite
- Beginnen Sie mit einer belastbaren Mieterliste
- Welche Zahl erklärt welchen Ertrag?
- Laufende Kosten und größere Arbeiten getrennt auflisten
- Die bauliche Nutzung muss zu den Ertragsangaben passen
- Mieterunterlagen gezielt und geschützt bereitstellen
- Preis, Finanzierung und Prüfbedingungen gemeinsam bewerten
- Courtage und Abwicklung vorab klären
- Ihre erste Anfrage kann mit dem vorhandenen Stand beginnen
- Häufige Fragen
Beginnen Sie mit einer belastbaren Mieterliste
Erfassen Sie jede Einheit einzeln. Ordnen Sie Fläche, Nutzung, Mietbeginn und vereinbarte Nettokaltmiete zu. Ergänzen Sie Leerstand und bekannte Rückstände. Prüfen Sie die Liste anhand der Verträge und tatsächlichen Zahlungen. Ein erwarteter neuer Mietwert wird getrennt als Annahme geführt.
Eine Summe aus aktuellen und erhofften Mieten wirkt präzise, beschreibt aber keinen einheitlichen Zustand. Legen Sie deshalb eine klare Datenbasis fest. Ein Datum und eine nachvollziehbare Liste helfen bei Rückfragen der Käuferbank.
Welche Zahl erklärt welchen Ertrag?
| Angabe | Wofür sie steht | Was zusätzlich zu prüfen ist |
|---|---|---|
| Vereinbarte Miete | Vertraglicher Ausgangswert | Nachträge, Staffel oder Index und aktuelle Wirksamkeit |
| Tatsächlicher Eingang | Gezahlter Betrag im betrachteten Zeitraum | Rückstände und Abweichungen |
| Potenzielle Miete | Eine künftige Annahme | Rechtliche Zulässigkeit, Aufwand und Erreichbarkeit |
| Überschuss | Ertrag nach den berücksichtigten Kosten | Welche Kosten und Investitionen wirklich erfasst sind |
Keine dieser Zahlen ersetzt die anderen. Ein einfacher Kaufpreisfaktor ist ohne Kenntnis seiner Grundlage nur eingeschränkt vergleichbar.
Laufende Kosten und größere Arbeiten getrennt auflisten
Erfassen Sie nicht umlagefähige Kosten mit einem klaren Zeitraum. Stellen Sie bekannte Instandhaltung und größere geplante Arbeiten gesondert dar. Ein regelmäßig kleiner Aufwand ist etwas anderes als eine einmalige umfangreiche Maßnahme. Eine grobe Kostenschätzung ist noch kein Handwerkerangebot.
Dokumentieren Sie bekannte Modernisierungen nach Bauteil und Jahr. Legen Sie verfügbare Rechnungen dazu. Eine Liste geplanter Maßnahmen darf nicht wie ein bereits erledigter Zustand erscheinen.
Die bauliche Nutzung muss zu den Ertragsangaben passen
Prüfen Sie vorhandene Pläne, Flächen und Genehmigungsunterlagen. Tatsächliche Vermietung allein bestätigt nicht jede Nutzung. Eine zusätzlich ausgebaute Einheit kann offene Fragen aufwerfen. Das gilt auch für gewerblich genutzte Räume oder nachträglich geteilte Flächen.
Führen Sie ungeklärte Punkte ausdrücklich auf. Wenn eine technische oder rechtliche Prüfung nötig ist, sollte sie vor einer festen Zusage eingeordnet werden. Die Unterlagenliste ist dafür ein erster Einstieg.
Mieterunterlagen gezielt und geschützt bereitstellen
Für den Verkauf werden relevante Mietangaben gebraucht. Das bedeutet nicht, dass jeder Interessent sofort vollständige personenbezogene Unterlagen erhält. Stimmen Sie Umfang und Übermittlungsweg auf den Prüfstand des Interessenten ab. Besichtigungen müssen mit den betroffenen Mietern geplant werden.
Ein bestehendes Wohnraummietverhältnis endet nicht durch den Verkauf allein. Die tatsächliche Nutzung gehört deshalb in die Käuferinformation. Ein freier Bezug wird nur mit belastbarer Grundlage beschrieben.
Preis, Finanzierung und Prüfbedingungen gemeinsam bewerten
Ein hohes Angebot kann von umfangreichen Nachprüfungen abhängen. Lassen Sie die Bedingungen und noch fehlenden Unterlagen konkret benennen. Klären Sie den Finanzierungsstand für genau dieses Objekt. So können Sie einen hohen Betrag mit einem besser vorbereiteten Angebot vergleichen.
Nutzen Sie den Kaufangebotevergleich. Der Wartezeitrechner hilft bei Ihren laufenden Zusatzkosten. Er bewertet weder das Haus noch die Wahrscheinlichkeit eines späteren Käufers.
Courtage und Abwicklung vorab klären
Für entsprechend vereinbarte Mehrfamilienhäuser und geeignete Anlageobjekte ist ein Modell mit 4,76 % inklusive 19 % Umsatzsteuer nur für den Käufer vorgesehen. Der Verkäufer ist in diesem Modell courtagefrei. Vorab werden Objekt, Beteiligte und Vereinbarung geprüft.
Auf Verkaufskosten sehen Sie die Berechnung und weitere mögliche Abzüge. Ertragsangaben sind keine Zusage einer Rendite. Steuerliche Folgen und Vertragsfragen müssen für Ihre konkrete Situation fachlich geprüft werden.
Ihre erste Anfrage kann mit dem vorhandenen Stand beginnen
Nennen Sie Lage, Anzahl der Einheiten, Wohn- und Gewerbenutzung sowie den aktuellen Vermietungsstand. Ergänzen Sie die bekannte Jahresnettokaltmiete mit dem dazugehörigen Stand. Eine vollständige Mieterliste müssen Sie nicht über das allgemeine Kontaktformular schicken.
Das Team betreut Bottrop aus Essen-Holsterhausen. Über Kontakt werden nächste Unterlagen und ein Ortstermin abgestimmt. Der Verkaufsablauf zeigt die weiteren Entscheidungen.
Quellen und fachliche Einordnung
Häufige Fragen
Reicht die Jahresnettokaltmiete für einen Verkaufspreis?
Nein. Zustand, Kosten, Mietverträge, Rückstände, Flächen, Rechte und Investitionsbedarf müssen hinzukommen. Auch die genaue Grundlage der Mietsumme muss erkennbar sein.
Darf ich mit einer möglichen höheren Miete rechnen?
Sie können eine Zukunftsannahme getrennt ausweisen. Sie darf nicht als heutige Ist-Miete erscheinen. Rechtliche Zulässigkeit, Zeit und Aufwand müssen dafür gesondert geprüft werden.
Ist der Verkauf für mich immer courtagefrei?
Das gilt im passend vereinbarten Käufermodell für entsprechende Mehrfamilienhäuser und geeignete Anlageobjekte. Die Einordnung und vertraglichen Voraussetzungen werden vorab geklärt.
Müssen alle Mieter für Besichtigungen einbezogen werden?
Der Ablauf richtet sich nach dem Objekt und den betroffenen Räumen. Termine müssen abgestimmt werden. Ein Verkauf rechtfertigt keinen beliebigen Zugang zu vermieteten Wohnungen.
Welche Zahlen sollte ich zuerst bereithalten?
Hilfreich sind Anzahl und Nutzung der Einheiten, vorhandene Flächen, aktuelle Nettokaltmieten, Leerstand und größere bekannte Arbeiten. Kennzeichnen Sie fehlende oder geschätzte Angaben.
Welche Frage steht Ihrer Entscheidung noch im Weg?
Schildern Sie Ihre Immobilie und Ihr Vorhaben. Sie erhalten eine klare Einordnung der nächsten Schritte.